Das Elysium beschreibt in der griechischen Mythologie “den Ort der Seligen”.

Eine Insel in den antiken Helden, die Außerordentliches geleistet haben, ent-
rückt wurden, ohne dass sie den Tod erleideten.

Das Kolumbarium versucht in seinem Entwurf diesen Ort architektonisch zu be-
schreiben, in dem es den Tod aufzuwerten versucht mit Hilfe heller und klarer

Architektur.

Der von Licht durchdrungene, kinetische Fließraum, eröffnet dem Besucher ei-
nen kontemplativen Ort der Erinnerung. Insgesamt 170.000 Urnengräber stehen

zur Verfügung, denn auch der Sterbekult ist vom Demographischen Wandel nicht
ausgeschlossen. Auch die traditionelle Trauerbewältigung in der Grabpflege wird
immer seltener praktiziert.

Folglich geraten herkömmliche Friedhofsanlagen mit ihrer ausladenen Freiraum-
planung immer mehr aus der Mode. Es gibt einen erkennbaren und anhaltenden

Trend zur Feuerbestattung, da auch finanzielle Möglichkeiten eine Rolle spie-
len. Kostengünstige Gräber ermöglichen in gepflegter und würdiger Umgebung

einen Ort der Begegnung und Erinnerung.

Mein Entwurf bietent einen lösungsansatz für diese Problematik der fehlenden
Stehlenplätze (Urnengräber) und versucht einen ganzheitlichen, Modernen und
zukunftssicheren Ort für Gedenken, Trauer und Abschied zu schaffen.

Das Kollumbarium integriert sich in die bestehende Freiraumplanung, funktio-
niert jedoch als in sich geschlossenes System. Die Trauerhallen werden durch

eine herabführende Rampe erschlossen, welche den See umschließen. Die zwei
Abschiedsräume dienen zum Abhalten von Zeremonien. Eine weitere Rampe
formuliert den Abstieg zum Aufstieg. Ein durchgehendes Wegesystem führt an
den Steelen vorbei und ermöglicht den Besuch der Gräber.

So erfüllt die Konzeption zwei verschiedene Nutzungen, einerseitz Veranstal-
tungsräume für Abschiedszeremonien, andererseits bietet es den angehörigen

einen Raum zum gedenken.

https://www.sepulkralmuseum.de/ressources/files/teilnehmerbroschuere_compresse.pdf